Aston Villa ist Europa-League-Sieger. In einer dominanten Vorstellung im Beşiktaş Park in Istanbul feierte das Team von Unai Emery einen 3:0-Sieg gegen den SC Freiburg und holte damit den ersten europäischen Titel des Klubs seit 1982 – und beendete eine 30-jährige Durststrecke ohne jeden Pokal.
Youri Tielemans, Emiliano Buendía und Morgan Rogers erzielten die Tore für eine abgeklärte und konzentriert aufspielende Villa-Mannschaft, die im entscheidenden Moment lieferte.
Zäher Beginn, dann magische Momente
Die Partie brauchte Zeit, um in Fahrt zu kommen, beide Teams zeigten vor stimmungsvoller Kulisse anfangs Nerven. Die beste Freiburger Chance der ersten Hälfte hatte Höfler in der 17. Minute, sein Schuss von der Strafraumkante strich knapp am Tor vorbei. Igor Matanović war bereits in der ersten Minute per Kopf gefährlich, brachte den Ball aber nicht aufs Tor.
Villa drehte die Partie dann in der Schlussphase der ersten Hälfte. In der 41. Minute nahm Tielemans eine präzise Flanke von Rogers nach einer kurzen Ecke direkt und hämmerte den Ball per Volley an Torhüter Noah Atubolu vorbei zur Führung für die Engländer. Der Gegentreffer schockte Freiburg sichtlich, und kurz vor der Pause kam es noch schlimmer: Buendía bekam den Ball außerhalb des Strafraums, zog auf seinen linken Fuß und schlenzte den Ball traumhaft in den entfernten Winkel – mit praktisch dem letzten Schuss der ersten Hälfte stand es 2:0.
Villa macht früh in der zweiten Hälfte alles klar
Nach dem Seitenwechsel sprühte Villa vor Selbstvertrauen. In der 57. Minute zauberte Buendía erneut, tanzte auf der linken Seite und legte quer auf Rogers, der am kurzen Pfosten nur noch einzuschieben brauchte. Beim Stand von 3:0 war die Partie entschieden.
Freiburg bemühte sich um eine Reaktion, brachte aber kaum noch etwas Zwingendes zustande. Amadou Onana traf per Kopf nach einer Ecke den Pfosten und vergab damit beinahe das vierte Tor, auch Watkins und Buendía näherten sich an, bevor Villa das Spiel ruhig zu Ende spielte.
Für Freiburg war es ein Abend zum Vergessen – auch wenn der Einzug ins Finale an sich eine bemerkenswerte Leistung war. In der kommenden Saison kehrt der Sport-Club über die Conference-League-Playoffs nach Europa zurück.
Emery – der Größte der Europa League
Unai Emery hat diesen Wettbewerb nun fünfmal gewonnen – dreimal mit Sevilla, einmal mit Villarreal und nun mit Aston Villa – und ist damit der erste Trainer der Geschichte, der den Titel mit drei verschiedenen Klubs holt.
Bemerkenswert: Alle drei Klubs tragen „Villa“ im Namen.
„Wir sind in diesem Jahr sehr seriös aufgetreten – so fokussiert“, sagte Emery nach dem Spiel. „Die Spieler haben ihren Willen gezeigt. Auf dem Platz sind sie die Protagonisten, und sie haben es geschafft.“
Für Aston Villa war es ein Abend, den der Klub und seine Fans niemals vergessen werden.
SC Freiburg 0:3 Aston Villa • UEFA Europa League Finale • 20. Mai 2026 • Beşiktaş Park, Istanbul
Tore: Y. Tielemans (41.), E. Buendía (45.), M. Rogers (57.) Verwarnungen: 4 Gelbe Karten Statistiken: Villa 17 Abschlüsse – Freiburg 4 | Ballbesitz: 51 % – 49 % | Ecken: 8:1